auf hoher See

Eine Reise auf hoher See ist unvergesslich. Wer einmal mit dem Segelboot über das Meer geschippert ist, kennt die Vorteile: Freiheit, Ungebundenheit, individuelle Reiseziele und eine stetig frische Brise. Während die einen es genießen, auf dem Schiff zu entspannen, machen für andere die Landgänge einen großen Reiz aus. Denn mit dem Segelboot können nicht nur mondäne Hafenstädte angefahren werden, sondern auch kleine Inselchen und Orte abseits des Massentourismus. Nicht zuletzt deshalb ist Segeln nicht nur ein beliebter Freizeitsport, sondern auch ein Lebensgefühl. Für viele Segler ist ihr Boot das, was für andere eine schöne Ferienvilla oder ein gemütlicher Camper ist. Ein Heim auf hoher See, in das man immer wieder gerne zurückkehrt.

Je nachdem, wie viel Geld man zur Verfügung hat und wie viel Zeit man in den Segelurlaub investieren möchte, kann man sich ein eigenes Boot kaufen, bauen oder chartern. Erstere Möglichkeit ist selbstverständlich die angenehmste, allerdings auch oft die kostspieligste. Je nach Größe und Komfort variieren die Preise von Segelbooten. Eine kleine Jolle gibt es schon für wenige tausend Euro, während die Preise für große Segelyachten unbegrenzt sind. Bastler können auch über den Kauf eines renovierungsbedürftigen Bootes nachdenken, ein wenig auskennen sollte man sich dann aber schon. Das gilt in noch stärkerem Maße für Segler, die sich ihr Segelboot gar selbst bauen möchten. Wer das Wagnis auf sich nehmen möchte, sollte sich vorher mit einem Konstrukteur besprechen und genug Zeit und Kosten einkalkulieren. Auch sollte man sich vor dem Bau auf eine Baumethode festlegen. Gelingt die Unternehmung am Ende, kann man sich auf einen Segeltörn mit dem eigenen Boot umso mehr freuen. Nicht ganz so romantisch klingt die Vorstellung, ein Boot zu chartern. Allerdings lässt sich ein Segelbootcharter relativ leicht realisieren. Das Mieten einer Jolle oder Yacht ist eine gute Alternative für alle, die nicht im Geld schwimmen. Allerdings sollte man auch hier mit einigen tausend Euro pro Woche rechnen. Der Skipper, der auch oft der Eigentümer des Mietbootes ist, kann meist dazu gebucht werden. Der Privat-Charter ist somit eine gute Möglichkeit für alle unerfahreneren Segler. Letztere können aber auch auf einen organisierten Segeltörn zurückgreifen oder bei anderen mitsegeln. Beim Kojencharter gilt es aber trotz allem, mit anzupacken und im Team zu segeln.

Wenn das Boot organisiert ist, fehlt nur noch die Crew. Wie groß diese ausfallen soll, ist Geschmackssache, hat aber auch etwas mit der Größe des Bootes zu tun. Wer als Paar oder mit einer Hand voll Freunden segelt, tut das meist in einem kleineren Boot. Große Familien oder Gruppen hingehen benötigen schon ein größeres Boot mit mehreren Kabinen. Ob Yacht, Katamaran oder Motorschiff bleibt am Ende jedem selbst überlassen. Wer sich vorwiegend an Bord aufhalten möchte, sollte darauf achten, dass es genügend Aufenthaltsmöglichkeiten zum Entspannen gibt. Wer das Schiff eher als Verkehrsmittel sieht und vorwiegend an Land sein möchte oder aber das Segeln als Sport betreiben möchte, kommt auch mit einem etwas kleineren Boot aus.

Genauso wichtig wie die Entscheidung für ein Boot, ist die Auswahl einer schönen Destination. Beliebte Segelgebiete sind zum Beispiel das Mittelmeer, die Ägäis, die Kanaren aber auch die Karibik. Etwas rauere Naturen fühlen sich aber auch in der Nordsee wohl. Die hohe See vor Schottland, Irland, Schweden, Finnland und Dänemark bietet beste Segelbedingungen und auch die Küsten gehören zu den schönsten Nordeuropas. Mollig warm hat man es in Indien, Thailand oder Malaysia- ebenfalls bekannte Segelreviere.

Egal wo man seinen Törn startet, egal ob Segelsafari oder Reise um die Welt – wer einmal das Segeln für sich entdeckt hat, wird so schnell nicht mehr davon loskommen. So eine Reise auf dem Wasser ist ein guter Weg, die Länder dieser Erde auf eine neue Art und Weise kennen zu lernen, mit der Natur eins zu sein und sich dabei sogar noch körperlich zu betätigen. Na dann, Mast- und Schotbruch!